“…wo ist Hotrodove”?:
2010 ist ein Jahr mit vielen schönen Dragracingmomenten. Es fahren einige
Deutsche Teams in der EM um die jeweiligen Titel mit, es gibt trotz des
Wegfalls der Strecke in Luckau ein T&T der MSTO und auch die Grand Nats
können in Bechyne/CZ ausgetragen werden. Die NitrolympX feiern ihr 25
jähriges… es ist also was geboten, doch wo ist Ove? Kröger hat nicht
verwachst, das steht fest!
Super Gas, dann Super Comp und auch Super Pro ET, das sind die Klassen in
welchen der sympathische Lübecker in der Vergangenheit sein Unwesen treibt.
Er ist auf fast alles Rennen, welche in seiner Reichweite liegen vertreten
(und seine Reichweite ist sehr, sehr groß) und gibt dem 32er Ford die Sporen.
Ob Drachten, Rothenburg, Luckau, Hockenheim… Ove ist zur Stelle und jagt
mit den Anderen um die besten ET’s und schnellsten RT’s.
Nicht aber so im Jahre 2010. Warum? Das lässt sich ganz einfach erklären.
Man kann es Motivationsloch nennen, oder “satt” sein. Wie auch immer
verspürt Ove zu Beginn der Saison nicht das richtige Verlangen den Renner
samt Equipment zu packen und mit dem Trailer durch die Lande zu tingeln. Das
ist wie mit einem Lieblingsessen, wenn man bei dem „satt Vergleich“ bleibt,
dass man einfach für eine gewisse Zeit nicht mehr sehen kann, wenn man es zu
oft genießt. So kommt es, dass Ove 2010 den Hintern dragracetechnisch nicht
hoch bekommt, dafür seine Zeit mit Familie und Freunden verlebt. Ove meint,
dass „dies auch mal richtig nötig ist, denn immerhin bekomme ich seit Jahren
den vollen Support von ihnen. Und so war es dann auch ein super
Familienjahr“.
2010 ist auch eine Art “Babyjahr”, denn Ove geht mit einer Vision schwanger.
“Schneller muss es werden”. Die 8.47 Sek. des Fords “kicken” ihn nicht mehr
so richtig, das Adrenalin ist etwas versiegt, da muss heftigerer Stoff her.
Das ist das Schlimme an diesem Sport, die Meisten wollen und müssen mit der
Zeit immer schneller werden. Um wieder richtig nach vorne gedrückt zu werden
will sich Ove in eine schnellere Richtung orientieren. „7er Zeiten…das wäre
was“. Ove schaut sich um, was der Markt so alles in diesem Bereich hergibt.
Da es aber für den gestandenen Hotrodder nur ein stilechter “Rod ” sein
darf, ist die Auswahl selbst in den USA extrem eingeschränkt, aber es gibt
so was . Er hat im Laufe der Saison zwar schon etwas Passendes gefunden und
Gespräche geführt, leider ist aus dieser Option nichts geworden.
Bis es soweit ist wird der Roadster aber erst einmal über Winter verbessert,
das Fahrwerk ist noch lange nicht das, was Ove sich vorstellt. Er hofft
hierbei auf die Hilfe des Professors aus Lübeck. Ove ist wieder hungrig!!!
Er wird den Rod “Oldschool” mäßig umrüsten, zu viel will er da noch nicht
verraten. 2011 wird man ihn wieder in gewohnter Weise auf den Pisten Europas
sehen. “Ich werde nicht mehr alles an Rennen mitnehmen, so wie in den
vergangenen Jahren. Ich möchte mir den Hunger bewahren. Ich werde mit meinem Team dort fahren, wo sich gute Zeiten und guter Wettkampf finden”.
Eines ist sicher, das Feuer lodert, das Gefühl ist zurück, speziell die 25sten Nitros haben da ganze Arbeit geleistet. Ove is hooked again. Im gepimpten Oldschool Ford Hot Rod, wird Ove im nächsten Jahr wieder etwas mehr Rock
’n’ Roll versprühen.
Markus Münch/Ove